Auf der Draisinenbahn durch die Südpfalz 2009

Auf der Draisinenbahn durch die Südpfalz 2009

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Ob Regen oder Sonnenschein, mit der Draisinenbahn ist man immer gut unterwegs!

Dieses Mal war der Himmel bewölkt, und wir mussten jeden Augenblick befürchten, dass es regnet.
Also waren wir warm angezogen, hatten aber auch Regenkleidung dabei.

Mit dem Zug und dem Bus ging’s bis nach Bornheim, wo wir uns auf drei Draisinen verteilen – und los geht die wilde Fahrt! Es ist ganz schön anstrengend, wenn man das erste Mal fährt, und das Hochheben der ersten Schranke fällt uns Kindern sehr schwer. Dann werden wir schneller und schneller, und irgendwann haben wir den Dreh raus! Bald werden wir immer flotter. Die Schranken machen meistens wir Kinder auf, wir treiben die Draisinen an, oft schneller als die Erwachsenen! Dabei wird uns ziemlich warm und wir ziehen unsere Jacken aus.

Zwischen den Schienen wachsen viele blühende Pflanzen. Die Draisinenstrecke führt uns durch einen Mischwald; die Bäume sehen rot, gelb, braun und nur selten noch ganz grün aus. Ihre bunten Blätter bedecken teilweise schon die Geleise. Der kühle Fahrtwind bläst uns ins Gesicht und erfrischt uns. Ab und zu ist ein kleines Dorf zu sehen, aber nie eine Stadt. So fahren wir immerzu durch Wälder und Felder.

Weil das Radeln anstrengend ist, wechseln sich die Radler oft ab. Meistens tauschen wir an einer Schranke die Plätze, wobei wir Kinder in der Mitte sitzen. Dann bringen wir den Draisineninsassen und den anderen Radlern das Lied bei, das uns in Schwung hält und das wir am Ende der Fahrt alle singen können:

… da hat das Hottepferd sich einfach umgekehrt
und hat mit seinem Schwanz die Fliege abgewehrt –
die Fliege war nicht dumm, sie machte sumsumsum
und flog mit viel Gebrumm ums Hottepferd herum –
da hat das Hottepferd sich einfach . . .

Weil Radeln hungrig macht, essen wir immerzu irgendwas. Ich finde die Weintrauben am besten, die Herr Helbig mir vor die Nase hält. So kann ich trampeln und gleichzeitig essen!

Wir erreichen Westheim, da drehen wir die Draisinen auf den Geleisen in die andere Richtung für die Rückfahrt. Einen Lutscher und ein Eis kaufen wir uns am Kiosk gleich neben den Schienen. Eine 20 Jahre alte Katze und eine Babykatze wohnen hier.

Auf der Rückfahrt bläst heftiger Gegenwind und nun geht es auch häufiger bergauf, die Draisine rollt jetzt nicht mehr alleine wie auf der Hinfahrt. Und der Himmel wird immer dunkler.

Gerade als wir im Zug sitzen um heim zu fahren, fängt es heftig an zu regnen, um bis zum nächsten Tag nicht mehr aufzuhören! Nur auf der Fahrt vom Bahnhof bis nach Hause werden wir auf unseren Rädern pitschenass, doch jetzt ist das ja nicht mehr schlimm.

gez.: Julia Dietrich 10 J. und
Marlene Dietrich 8 J.

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