Aussagen Betroffener zum Sport nach Schlaganfall

Aussagen Betroffener zum Sport nach Schlaganfall

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„Wir lachen viel und üben zusammen.“

 

Manfred Pollesche, 67, Angehöriger
„… Das herausragende am Sport ist erst mal das Erlebnis in der Gruppe – man trifft sich regelmäßig.  und ohne irgendeine Gymnastik geht es  nicht. Kleinere Übungen, die hier gemacht werden, kann man zu Hause wiederholen. Meine Frau hat seit ihrem Schlaganfall immer weitere Fortschritte gemacht. Ich habe den Eindruck, dass der Sport – zusammen mit der Krankengymnastik und der Ergotherapie – dazu beigetragen hat.“

Luise Majewski, 77, Betroffene
„Vor allem am Anfang hat mir gefallen, dass man mit Gleichbetroffenen zusammen kommt. Sie wissen wovon man spricht – man kann mit ihnen Erfahrungen austauschen. Ich finde, das ist schon so viel wert. Außerdem ist es hier manchmal ganz lustig – das ist auch schön. Körperlich bringt der Sport auch etwas. Ich habe den Eindruck, dass ich dadurch lockerer werde. Aber: Man muss natürlich zu Hause auch etwas tun. Dazu bekommt man hier gute Anregungen.“

Herbert Pollmeier, 68, Betroffener
„Ich bin durch einen Artikel in der Zeitung auf den Sport nach Schlaganfall aufmerksam geworden. Seit einem Jahr bin ich hier. Besonders gut gefällt mir die Gemeinschaft. Wichtig ist für mich auch, dass es nicht zu anstrengend ist. Ich hatte Angst und dachte: ‚Das schaffst du nicht‘. Aber es ist ganz einfach, macht richtig Spaß und hat mir körperlich viel gebracht.“

Edith Pollmeier, 69, Angehörige
„Ich glaube, es ist für die Psyche ganz wichtig, dass man hier mit anderen Betroffenen zusammen kommt, sieht wie sie mit Ihrer Erkrankung umgehen. Da bekommt man Zuversicht. Mein Mann war nach seinem Schlaganfall sehr stark betroffen – wir haben zwei Jahre gebraucht, bis er hierhin konnte. Heute sind die Fortschritte, die er macht, natürlich nicht mehr so groß wie am Anfang. Aber: Er macht immer noch kleine Fortschritte. Und wir sind dankbar, dass wir die Reha-Maßnahmen noch nutzen können.“

Bernhard Broer, 62, Betroffener
„Ich bin schon seit einigen Jahren hier in der Gruppe. Mir gefällt im Allgemeinen alles. Dass man sich bewegen kann, dass man sich in der Gruppe trifft.“

Natalie Werner, Betroffene
„Die Gruppe gefällt mir sehr gut. Auch untereinander helfen wir uns. Die kleinen Gespräche am Rande sind wichtig, wenn wir mal zusammensitzen und Kaffee trinken.“

Rudi Baldschum, Betroffener, 72 Jahre
„Bei der Kur wurde mir die Sportgruppe empfohlen. Erstens macht es viel Spaß und zweitens ist es eine Abwechslung. Wir machen zuhause ja nichts. Jeden Tag müssten wir das eigentlich machen, damit man noch fitter wird und fit bleibt.“

Walter Ballschus, Betroffener, 90 Jahre
„Sport war schon immer mein Leben. Jetzt erst recht!“

Irmgard Wendel-Muth, Betroffene, 79 Jahre
„Ich komme, um meine Beweglichkeit zu trainieren. Man muss ja dauernd an den Behinderungen arbeiten, die man hat. Da muss man immer dran bleiben. Bei mir ist dadurch auch Beweglichkeit wieder zurück gekommen. Zuhause mache ich jeden Tag früh morgens eine halbe Stunde Gymnastik.“

Inge Hartwig, Betroffene, 52 Jahre
„Ich habe meine Mitte wieder gefunden –  nach 34 Jahren! Wichtig ist, dass man im Kopf klar ist und dass man das will. Wenn man sich gehen lässt, hat alles keinen Zweck.“

Gerhard Wenig, Betroffener, 71 Jahre
„Dadurch, dass wir in der Sportgruppe alle die gleichen Handicaps haben, fällt es nicht gleich negativ auf, wenn man mal was nicht so gut kann. Jeder hat Verständnis für den anderen. Das motiviert und man kann seine Erfahrungen austauschen.“

Elisabeth Brüggershemke, 64, Betroffene
„das Besondere am Sport nach Schlaganfall ist erst mal die Gemeinschaft. Wir lachen viel, wir üben zusammen. Wir sind einfach zusammen. Ich würde was vermissen, wenn ich die Gruppe nicht hätte. Ich gehe zwar nicht regelmäßig, aber wenn ich kann, gehe ich hin. Das hier ist spielerischer als die Rehabilitation zum Beispiel durch die Krankengymnastik.“

 

Quelle: Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe