Rüstig & Fit – da mach ich mit! 2005

Rüstig & Fit – da mach ich mit! 2005

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ein Pilotprojekt der Heidelberger Kriminalpolizei und aktivijA e.V. in der Arbeit mit Älteren.

Der Anteil der über 60 Jährigen steigt in den nächsten Jahren, damit Wunsch und Streben nach Gesundheit und Mobilität im Alter.
„Rüstig und fit – da mach ich mit!“ war ein Pilotprojekt zur Erhaltung der Lebensqualität durch Verbesserung des Sicherheitsgefühls und der Mobilität bei Älteren in der Rhein-Neckar-Region durch Angebote zur Förderung der Beweglichkeit, Reduzierung der Kriminalitätsfurcht, Stärkung des Selbstbewusstseins und der Gewährleistung zur Teilnahme am Straßenverkehr.

Das Präventionsprojekt lief 2005 ein Vierteljahr mit 12 Teilnehmerinnen und Teilnehmern. Dabei wurden von Februar bis Mai an zwei Tagen pro Woche Kursnachmittage abgehalten. Der modulare Projektaufbau beinhaltete die Bereiche: Gesundheit und Wohlbefinden, Senioren-Sicherheits-Beratung, Selbstbehauptungstraining, sowie Verkehrswissen und -praxis. Zielgruppe waren ältere Menschen ab 60 Jahren, die über eine gute Mobilität verfügen.

Hintergrund der Übungseinheiten war, dass ältere Menschen teils aus falscher Risikoeinschätzung, teils bedingt durch eigene körperliche und geistige Schwächen und hoher Verletzlichkeit, Angst entwickeln, Opfer krimineller Handlungen zu werden oder sich in unangenehmen Situationen nicht behaupten zu können. Mobilitäts- und Gedächtnistraining ist besonders für ältere Menschen wichtig. Mit steigendem Alter nehmen zu körperlichen und geistigen Leistungs- und Funktionsverlusten kommt und diese nur durch Training aufgehalten oder verbessert werden können. Das klare Ziel war, die bei älteren Menschen entstandenen und oft auch unbegründeten Ängste abzubauen, Selbstvertrauen zu stärken und die körperlichen, geistigen und kommunikativen Fähigkeiten zu fördern.

Mit Erfolg! Das Projekt soll weitergehen. Es wurde im Dezember 2005 bei einer landesweiten Tagung als beispielgebend vorgestellt. In weiteren Schritten ist an die Einbindung von Krankenkassen, Seniorenverbänden und der Städte und Gemeinden im Rhein-Neckar-Kreis gedacht. Dank der finanziellen Unterstützung seitens des Innenministeriums Baden-Württemberg ist die Fortführung zunächst gesichert.