Schlaganfall Hilfe schlägt Alarm

Schlaganfall Hilfe schlägt Alarm

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13/05/13 12:15, PAG

Stiftung Schlaganfall-Hilfe schlägt Alarm

Berlin – Demographie, Lebenswandel und Strukturmängel in der Gesundheitsversorgung – in diesem brisanten Dreieck wird der Schlaganfall zu einer gesellschaftlichen Herausforderung. Darauf weist die Stiftung-Schlaganfall-Hilfe in Berlin hin.

 

„Da rollt im Rahmen der demographischen Entwicklung eine Welle der ambulanten und stationären Versorgung auf uns zu, vor der wir nicht die Augen verschließen dürfen“, sagt Stiftungsvorstand Dr. Brigitte Mohn anlässlich des bundesweiten Schlaganfalltags am 10. Mai. Sie rechnet mit steigenden Ausgaben. Während die Kosten eines Schlaganfalls nach Angaben der Stiftung derzeit 43.000 Euro betragen, würden diese auf 52.000 Euro steigen. Mohn fordert eine effiziente Prävention und eine Sektoren übergreifende, integrierte Versorgung. Patienten dürften nicht weiter Leidtragende eines Gesundheitssystems sein, in dem jeder Versorgungssektor isoliert wirtschafte, sagt sie. „Nur mit einer ganzheitlichen Betrachtung werden wir den Patienten gerecht und können knappe Ressourcen sinnvoll und kosten-effektiv einsetzen“, sagt Mohn.

Der Berliner Neurologe Prof. Dr. Darius Nabavi, ebenfalls Vorstandsmitglied der Schlaganfall-Hilfe, sieht weitere Fehlentwicklungen. „Gerade bei hochbetagten Patienten werden die schweren Pflegefälle zunehmen und schon heute fehlt uns das Pflegepersonal“, so Nabavi. Das werfe neben strukturellen und berufspolitischen Aspekten auch medizinisch-ethische Fragen auf. „Die Herausforderungen der Zukunft sind bekannt, doch wir erkennen wenig Bemühen, gemeinsam nach Lösungsansätzen zu suchen“, kritisiert der Schlaganfall-Experte.

Aktuell leiden in Deutschland mehr als eine Million Menschen an den Folgen eines Schlaganfalls, 43 Prozent von ihnen sind dauerhaft auf fremde Hilfe angewiesen. 15 Prozent der überlebenden Patienten müssen heute in einer stationären Pflegeeinrichtung versorgt werden, der Schlaganfall ist die häufigste Ursache für Behinderungen im Erwachsenenalter. Bis 2025 werden sich Schätzungen der Stiftung zufolge insgesamt 3,4 Millionen Schlaganfälle ereignen.

 

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Wohlwissend, dass Inaktivität das Pflege– und Sturzrisiko erhöht, versuchen wir möglichst viele Menschen zur Bewegung und zur dazu notwendigen Schulung zu motivieren, ganz besonders vom- Schlaganfall- Betroffene. Schulung muss fast immer sein, da sich der Mensch im Laufe seines Lebens ungünstige Bewegungsmuster aneignet, wie Schultern hochziehen, Luft anhalten, Knie durchdrücken, usw.

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