Sport: Viel hilft eben doch viel

Sport: Viel hilft eben doch viel

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Parkinson-Patienten profitieren vom Training auf dem Fahrradergometer. Dies geht aus einer Studie hervor, deren Grundstein auf einer Fahrradtour eines US-amerikanischen Neurowissenschaftlers gelegt wurde: Im Jahr 2003 radelte Jay L. Alberts mit einer Parkinson-Patientin auf dem Tandem quer durch Iowa, um das Bewusstsein der Bevölkerung für die Erkrankung zu fördern. Dabei besserten sich die Symptome der Patientin deutlich.

Um die Ursache für diese Beobachtung herauszufinden, ließen Alberts und Kollegen nach der Rückkehr von der Tour 26 Parkinson-Patienten über acht Wochen hinweg dreimal wöchentlich auf dem Fahrradergometer trainieren und untersuchten anschließend die Verknüpfung zwischen verschiedenen Hirnregionen der Probanden. Ein Teil der Teilnehmer durfte mit der eigenen Wunschgeschwindigkeit radeln, die anderen mussten schneller in die Pedale treten, als sie es sich freiwillig ausgesucht hätten.

Nach den Trainingswochen zeigte sich, je schneller die Teilnehmer in die Pedale getreten hatten, umso größer war die Verknüpfung zwischen dem motorischen Kortex und dem Thalamus.

„Unsere Studie zeigt, dass schnelles Radfahren eine effektive und kostengünstige Therapie bei Morbus Parkinson ist“, sagte Alberts. Weitere Studien sollen nun zeigen, ob auch Heimtrainer oder andere Sportarten wie Schwimmen oder Rudern ähnliche Effekte bewirken.

Quelle: RSNA, 26. November 2012
Aus: Parkinson aktuell, Ausgabe 23, April 2013