Warum Sport und Bewegung nach einem Schlaganfall?

Warum Sport und Bewegung nach einem Schlaganfall?

Schrift » Gross | Klein


Warum Sport und Bewegung nach einem Schlaganfall?

Weil SpaS Spaß macht!

 

Ein Schlaganfall kann jeden treffen, auch junge Menschen, sogar Kinder, Säuglinge und Ungeborene, wobei Männer häufiger betroffen sind als Frauen.

Pro Jahr erleiden in Deutschland ca. 150 000 Menschen einen Schlaganfall. 63 000 Menschen sterben jährlich daran, womit der Schlaganfall noch immer die dritthäufigste Todesursache in der Bundesrepublik darstellt. Von denjenigen, die überleben, müssen 60 % mit bleibenden Behinderungen rechnen, auf vorzeitige Pflege sollten sich alle Betroffenen einstellen.

Man unterscheidet zwischen einem ischämischen Schlaganfall (80 % aller Schlaganfälle) und einem Schlaganfall durch eine Hirnblutung.

Bei einem ischämischen Hirninfarkt kommt es zu einer Durchblutungsstörung bestimmter Gehirnregionen, die im schlimmsten Fall zum Absterben der betroffenen Region führen kann. Folge solcher Minderdurchblutungen, und somit Warnsignale, sind Schwindel, starke Kopfschmerzen, Lähmungen, Seh- und Sprachstörungen, Gedächtnisverlust etc.

Zu den wichtigsten Risikofaktoren eines Hirninfarkts  gehören Bluthochdruck, Diabetes Mellitus, Fettstoffwechselstörungen, Übergewicht und Bewegungsmangel. Wobei die Vermeidung des letzteren,  der Bewegungsmangel,  die vorher genannten Risikofaktoren  erheblich senken kann. obendrein bringt mehr Bewegung viele wünschenswerte Nebeneffekte mit sich.  Es ist sehr wichtig dem Entstehen bzw. einer weiteren Verschlechterung dieser Faktoren entgegenzuwirken. Ein einfaches Mittel ist es mehr Bewegung in den Alltag zu bringen und Sport zu treiben.

Das gilt sowohl für die Vorbeugung, als auch vor allem für die Rückbildung und Verbesserung der Defizite nach einem Schlaganfall.

Bewegung und Sport fördern Muskelkraft und Beweglichkeit, schulen Grob- und Feinmotorik, verbessern die Hirnleistung, unterstützen die Neurogenese und stabilisieren die Psyche (Motivation, Selbstwertgefühl). die  regelmäßige Teilnahme an einer Sportgruppe (RehaSport) stuktueriert de Alltag.

Viele der Schlaganfallpatienten neigen dazu sich zu isolieren, aus Angst oder weil sie sich unsicher fühlen. Dieses Verhalten verschlechtert den aktuellen Zustand.

Genau hier setzt unser Angebot „SpaS – Sport nach Schlaganfall“ an. Geeignete Gymnastik, Training und Bewegungsspiele helfen Hemmungen ab – und die Brücke zur Teilnahme am sozialen Leben aufzubauen.

Bei einem Training in der Gruppe lernt man ganz nebenbei nette Menschen kennen, denen es ähnlich geht. Nicht selten entwickeln sich dadurch neue Freundschaften.

In den Übungsstunden werden Atem- und Gleichgewichtsschulung, Gymnastik mit und ohne Handgeräten, Spiele im Sitzkreis und im Raum, Übungsformen zur Schulung der Beidseitigkeit angeboten und wer möchte, kann sich gezielt auf Radtouren vorbereiten. Das geschieht meist alles mit großem Vergnügen.

Und …man glaubt es zu anfangs ja kaum. Die Teilnehmer können Erfolge sowie Verbesserungen verbuchen und es wird viel gelacht beim Sport. Kurzum …Sport nach Schlaganfall bzw. SpaS macht Spaß.

Die Kursstunden sind auch für Rollstuhlfahrer geeignet.

Wenn Sie jetzt denken, das wäre doch was für mich oder wenn Sie weitere Informationen zu unserem Angebot möchten, schreiben Sie uns eine E-Mail (info@aktivija-ev.de) oder rufen Sie an (06221-77 838 66, dienstags und donnerstags von 10-14 Uhr).

 

Autor: Carina Weber, März 2014